Tagestipps

Freitag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Muttertier Von Gabriele Wolff Komposition: Oivind Hanes Leonie Leu: Sascha Icks Antonia Leu: Irm Hermann Patrick Behrens: Heinrich Schmieder Therese Bieler: Johanna Gastdorf Gärtner Jean: Vittorio Alfieri Kellner: Bernd Rehse Regie: Angeli Backhausen Produktion: WDR 2010 Wiederholung: WDR 5 Sa 17.04 Uhr

Freitag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Weltklasse auf SRF 2 Kultur

Iiro Rantala: My Finnish Calendar- Rantala in Reinkultur Immer wieder hat der Pianist Iiro Rantala versucht, Humor und Musik zu verbinden - und nicht selten auch damit gehadert. Wenn man Humor in die Musik holt, sagt er, sei das gefährlich: «Die Leute denken dann, man meine es nicht Ernst.»

Freitag 20:03 Uhr SRF 1

Hörspiel

«Helvetistan» von Michael Herzig Sie ist eine der Quotenfrauen bei der Zürcher Stadtpolizei. Und sie ist die Hauptfigur in den Kriminalromanen von Michael Herzig: Johanna di Napoli, die Revierdetektivin mit dem Hang zu Alleingängen. Jetzt kann man ihr auch im Hörspiel begegnen. Dabei kommt sie der Rüstungslobby in die Quere.

Freitag 20:04 Uhr SWR2

ARD Radiofestival. Konzert

Beethoven-Marathon: Mit den ARD-Orchestern und -Chören durch alle Sinfonien und Konzerte(5/5) Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92 SWR Symphonieorchester Leitung: Teodor Currentzis (Konzert vom 10. September 2018 im Beethovensaal der Stuttgarter Liederhalle) Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93 NDR Radiophilharmonie Leitung: Andrew Manze (Konzert vom 23. Oktober 2019 im Kuppelsaal Hannover) Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125 Lucy Crowe (Sopran) Gerhild Romberger (Alt) Russell Thomas (Tenor) Shenyang (Bass) NDR Chor WDR Rundfunkchor Wiener Philharmoniker Leitung: Andris Nelsons (Konzert vom 3. März 2020 in der Elbphilharmonie Hamburg) Mit einer Fülle von Ideen und großem Aufwand hat die Musikwelt das Beethovenjahr 2020 geplant, um seinen 250. Geburtstag gebührend zu feiern. Aber Sinfonie und Pandemie, das verträgt sich leider schlecht. Und von Beethovens emphatischer Aufforderung "diesen Kuss der ganzen Welt", formuliert in der Neunten, sollten wir derzeit lieber Abstand nehmen. Im ARD Radiofestival findet das Beethoven-Jubiläum trotzdem statt! Mit einem Marathon durch alle seine Sinfonien und Instrumentalkonzerte - zusammengerechnet über 19.000 Takte Musik, die gut 10 götterfunkelnde Stunden füllt. Das alles in herausragenden Konzerten der ARD-Orchester und -Chöre, aufgenommen in ganz Deutschland.

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Beethovens Blues Was hört, wer nichts hört? Von Stefan Zednik Regie: Fabian von Freier Produktion: Deutschlandfunk 2020 "Was kann der Mensch, dessen ganzes Leben nur in Tönen besteht, mehr verlieren, als das Gehör?" - wurde Beethoven 1820 gefragt. Beethoven antwortete mit Musik, die er in seinem Inneren hörte. Michael Gohlke, Jahrgang 1980, hatte nie ein funktionierendes Gehör und spielt trotzdem Blues. Beethoven ist 28 Jahre alt und ein gut bezahlter Pianist in Wien, als sich erste Zeichen einer Hörschwäche bemerkbar machen. Privat zieht er sich zurück, wird als Kuriosum wahrgenommen, doch er komponiert weiter, schafft immer mächtigere, immer kühnere Werke. Er opfert sein Leben - so will es der Mythos - für die Kunst. Michael Gohlke ist seit seiner Geburt taub. Sein Umfeld fördert ihn, eine ständig besser werdende Gerätetechnik hilft, sein Defizit zu kompensieren. So gelingt ihm ein Leben, das sich äußerlich kaum von dem eines Hörenden unterscheidet. Und er wählt einen Beruf, den Beethoven in jungen Jahren bald aufgeben muss: den eines Musikers, der auf der Bühne steht. Beethovens Blues

Freitag 20:05 Uhr NDR Blue

NDR Blue In Concert

Das tägliche Radiokonzert - Heute mit Jungle (1/2) Das ist ein Kollektiv aus London, das eine Mischung aus Modern Soul und Neo Soul macht. Schon mit ihren ersten Songs wie "Busy Earnin" oder "The Heat" haben Jungle begeistert, spielten beim South By Southwest in Austin oder beim Glastonbury Festival. Einflüsse aus den 70ern, dabei aber immer Zeitgeist und eine grandiose Live-Band - darauf darf man sich bei Konzerten von Jungle freuen. Wir haben für Sie den Mitschnitt von Jungle beim Roskilde Festival 2019.

Freitag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

On Stage

Transkarpatische Hochzeitsmusik Die Hudaki Village Band Aufnahme vom 5.7.2019 beim Rudolstadt Festival Am Mikrofon: Babette Michel Die Heimat der Hudaki Village Band ist das Dorf Nyzhnie Selyshche in einer wilden Bergregion im Südwesten der Ukraine. Seit Jahrhunderten treffen hier Kulturen aufeinander: ungarische, ukrainische, rumänische, jüdische und Roma-Traditionen. Zusammen mit Hudaki, wie die Dorfmusiker dort genannt werden, gründete der Wiener Klarinettist Jürgen Kräftner, der sich inzwischen Yuri Bukovynets nennt, die Hudaki Village Band, nachdem er vor 20 Jahren von Österreich in die Ukraine ausgewandert war. Die beiden Sängerinnen Kateryna Yarynych und Olga Senynets erzählen Geschichten, die dem Seelenleben der Dorfbewohner entsprungen sind. Begleitet werden sie vom Hackbrett Cimbalom und Schellentrommel-Buben, von Geige, Flöten, Klarinette, der ungarischen Trommelbassgeige Ütögardon, Gitarre und Akkordeon. So wie bei einer gelungenen Hochzeit zaubert dieses neunköpfige Dorforchester mit eigenen Arrangements gute Stimmung - bei Dorffesten und auf internationalen Bühnen.

Freitag 22:05 Uhr Deutschlandfunk

Lied- und Folkgeschichte(n)

A Long Road to Travel Die 50-jährige Reise der irischen Band Clannad Von Harald Jüngst Die irische Band Clannad ist mit ihren stilbildenden Folk-Pop-Rock-New-Age-Interpretationen seit Mitte der 70er-Jahre weltweit erfolgreich und verfügt vor allem in Deutschland über eine große Fangemeinde. Die Familienband aus der nordwestirischen Region Donegal hob verloren geglaubte traditionelle gälische Songschätze, interpretierte diese mit damals unüblichem Harmoniegesang und arrangierte auch mal soft-jazzig. Zu den Traditionals gesellten sich bald eigene Lieder auf Gälisch und auch Englisch, interpretiert mit akustischem Instrumentarium, aber auch modern arrangiert mit dichter Perkussion, E-Gitarren und sphärisch-mystischer Keyboarddramatik. Die geplante Jubiläumstour fiel Covid-19 zum Opfer, dennoch feiern Clannad ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum mit der Veröffentlichung ihrer Anthologie "In a Lifetime".

Freitag 22:05 Uhr NDR Info

Jazz Talk

Siggi Loch - ein Labelchef mit 80 Sarah Seidel im Gespräch mit dem Musikmanager und Produzenten Siggi Loch zum 80. Geburtstag Der Musikmanager und Produzent Siggi Loch gründete vor 28 Jahren sein eigenes Label ACT, das zu einem der führenden europäischen Jazz-Labels avanciert ist. Siggi Loch hat etlichen europäischen Jazz-Musikern zum Durchbruch verholfen. Auch heute, mit 80, sucht und findet er immer noch junge, vielversprechende Talente, deren Karrieren er anschieben kann. Dafür kann er auf 60 Jahre Erfahrung im Plattengeschäft zurückgreifen. Siggi Loch im Jazz Talk mit einem Blick auf die Jetzt-Situation und mit einem Ausblick auf das, was da für die Musikbranche noch kommen mag. 22:30 - 22:35 Uhr Nachrichten Jazz Talk

Freitag 22:30 Uhr SR2 Kulturradio

ARD Radiofestival 2020. Das Gespräch: Der Galerist Judy Lybke befragt von Thomas Bille

Der Galerist Gerd Harry Lybke, genannt Judy, ist mit seinen Künstlerinnen und Künstlern und seiner Galerie weltweit vertreten in Museen und auf Kunstmessen. Sein geschäftlicher Aufstieg ist eng mit dem Maler Neo Rauch verbunden. Beide kennen sich seit Anfang der 1980er-Jahre, als Neo Rauch sein Studium an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst begann - und Judy Lybke sein Geld als Aktmodell verdiente. Der Galerist von Neo Rauch vert ritt die Ansicht, dass man gar nicht erst aufstehen sollte, wenn man Unsterblichkeit nicht anstrebt. Das Gespräch steht anschließend unter www.ardradiofestival.de zum Download zur Verfügung.

Freitag 23:00 Uhr Cosmo

COSMO Live

Best Of Festivalsommer: Sziget - Winston McAnuff & Fixi Yasmine Hamdan Bassekou Kouyaté & Ngoni Ba - Wir machen mit euch eine weitere Zeitreise im festivallosen Sommer und bringen euch zurück ins Jahr 2014 zum Sziget Festival in Ungarns Hauptstadt. COSMO Konzerte versüßt euch mit Winston McAnuff & Fixi , Yasmine Hamdan und Bassekou Kouyaté & Ngoni Ba den Freitagabend. Der eine kommt aus Jamaika, hat Dreadlocks und einen grauen Vollbart. Der andere stammt aus Frankreich, trägt Hut und das Outfit eines coolen Parisers. Gemeinsam machen sie geniale Musik: der Reggae-Veteran Winston McAnuff und der französische Tasten-Virtuose Fixi, aka François-Xavier Bossard. 2013 erschien ihr erstes gemeinsames Album "A New Day", eine Mischung aus Reggae-Rhythmen, Samba, Rock und kolumbianischen Beats. Auf dem Sziget-Festival gaben sie ihre Musik im Folgejahr zum Besten. Arabische Volksmusik trifft westlichen Pop - Yasmine Hamdan weiß gekonnt Einflüsse aus TripHop, Elektro und traditionellen Klängen mit arabischem Gesang zu vermengen. Ihre Band Soapkills, die sie zusammen mit Zaid Hamdan im Jahr 1997 gründete, gilt als die erste Indie-Band des Nahen Osten. Hamdan hat bereits in zwölf Ländern gelebt und ist damit eine echte Weltenbürgerin, die den modernen Zeitgeist in ihrer musikalischen DNA aufgesaugt hat - dennoch immer mit Blick auf ihre Heimat, den Libanon. Bassekou Kouyaté gilt als Erneuerer der traditionellen Griot-Musik. Vor gut 30 Jahren ging er in die Hauptstadt Bamako, von wo aus er mit einigen Stars der malischen Musik international tourte. Sein eigenes Quartett ist ganz dem Instrument gewidmet, das er seit seiner Kindheit spielt: der Laute Ngoni. Der Bandname bedeutet so viel wie "Große Ngoni". Aufgenommen auf dem Sziget Festival 2014 in Budapest.

Freitag 23:04 Uhr HR2

Lesung

Lutz Seiler: Exit Ein "Ausbruch" nach Schweden Ende April, in der Hoch-Corona-Zeit. Kann das klappen? Oder endet die Familienzusammenführung womöglich schon an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern? Die Kulturprogramme der ARD haben 40 Autor*innen gebeten, eine Erzählung zum Thema "Reisen" für das ARD-Radiofestival zu schreiben.

Samstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Lange Nacht

Fluchtpunkt Amsterdam Eine Lange Nacht über deutschsprachige Exilliteratur Von Kerstin Kilanowski Regie: die Autorin Im Mai 1933 tragen Bibliothekare und Studentenverbände zum Scheiterhaufen, was der NS-Staat als schädliches Schrifttum verbannt. Die kulturelle Gleichschaltung schlägt sowohl etablierten Schriftstellern als auch jungen Autoren die Feder aus der Hand. Juden, Sozialisten, Pazifisten werden mundtot gemacht. Ohne den Amsterdamer Verlag Querido würden unsere Bücherregale heute empfindliche Lücken aufweisen. Direkt nach der Machtergreifung gründet der Niederländer Emanuel Querido in seinem Verlag eine Abteilung für deutschsprachige Exilliteratur. Geschäftspartner wird der Berliner Lektor Fritz Landshoff vom Kiepenheuer Verlag, mit besten Kontakten zu renommierten Autorinnen und Autoren. Landshoff flüchtet nach Amsterdam und bringt Joseph Roth, Heinrich Mann, Anna Seghers, Lion Feuchtwanger, Ernst Toller, Arnold Zweig im Querido Verlag unter Vertrag. Klaus Mann, sein enger Freund aus den Berliner Tagen, stößt dazu und gründet die Zeitschrift "Die Sammlung", ein Forum für antifaschistische Schriftsteller aus aller Welt. Zwischen 1933 und 1940 erscheinen weit über 100 Werke bei Querido, die heute zum größten Teil zur Weltliteratur gehören. Der Verlag wird zu einem Ankerpunkt für die aus dem Deutschen Reich verbannten Autoren, etliche von ihnen leben eine Zeit lang selber in der Grachtenstadt. In vielen ihrer Werke ist Amsterdam mit bodenständigen Alltagsszenen, skurrilen Typen und rechtschaffenen Bürgern eine literarische Mitspielerin. Zugleich erzählen die Exilierten von Heimatlosigkeit und Verlust. Viele dieser Schauplätze existieren noch heute: die Hollandsche Schouwburg, Kneipen und Jugendstilcafés, das Konzerthaus, die Vergnügungsviertel. Die "Lange Nacht" führt durch Romane, Briefe, Autobiografien hin zu Amsterdamer Stätten der Erinnerung, unter anderem mit Texten von Irmgard Keun, Grete Weil, Egon Erwin Kisch, Klaus Mann, Hermann Kesten, Joseph Roth, Bruno Walter.

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